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Traditionelles Schnecke-Fescht-Tor

Schnecke-Fescht

Weinfest des Jahres 2013 Seit über 35 Jahren wird in Pfaffenweiler das Schnecke-Fescht gefeiert. Es zählt zu den beliebtesten Wein- und Dorffesten in der Region und hat sich zu einer wahren Kultveranstaltung entwickelt. Gäste aus ganz Deutschland reisen am ersten Septemberwochendende zu den Pfaffenweiler Vereinen, die schon seit Menschengedenken dafür bekannt sind mit großer Begeisterung Feste auszurichten und auch zu feiern.

Ursprünglich begann das Fest als „Schnecketäler Hockede“ in der Weinstraße im Jahre 1977. Bereits ein Jahr später wurde das Fest in die Kapellenstraße verlegt und der legendäre Rundweg geschaffen. Gleichzeitig wurde der Hock in „Schnecke-Fescht“ umbenannt.

Das Fest wird von dreizehn örtlichen Vereinen veranstaltet. Von Beginn an haben unsere Vereine großen Wert darauf gelegt, nicht nur ein traditionelles alemannisches Speiseangebot und den hervorragenden Pfaffenweiler Wein zu präsentieren, sondern auch ein vielfältiges kulturelles Programm. Dieses wird vor allem von der jährlichen Brauchtumsschau mit Laienschauspielern des Museumsvereins geprägt.  

Seit einigen Jahren präsentiert die Festgemeinschaft auch ein besonderes Schmankerl am Samstagmittag - den so genannten Schnaigerle-Rundgang. Hier können Sie auf der gesamten Feststraße kleine Portionen des Speise- und Weinangebotes probieren. Gerade junge Familien können ihre Kinder mit der gleichzeitigen Kinderspielstraße begeistern. 

Von Beginn an dreht sich das kulinarische Angebot natürlich auch um die Schnecke. Es gibt unter anderem die vom Edelgastronomen Franz Keller kreierte Schneckensuppe sowie Schnecken in Kräuterbutter und Schneckenbrot. 

Viel Beachtung findet stets die originelle Ausstattung der an der Feststraße gelegenen alten Winzerhöfe. Es finden sich da Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Dazu werden für diesen Anlass alte Weinkeller ausgeräumt und als gemütliche gastliche Stuben eingerichtet. Große Hofeinfahrten werden von den Veranstaltern überdacht und Bänke und Tische aufgestellt. Auf Blumenschmuck wird besonderen Wert gelegt.

Schnecke-Fescht – d´Namme

Immer wieder wird gefragt, wie das Tal in dem die Gemeinde Pfaffenweiler liegt, zu dem Namen Schneckental kam und warum die Bürger des Dorfes „d´Schnecke“ genannt werden. Es kommt wohl daher, so wird erzählt, dass früher in den Rebbergen der Gemeinde viele Schnecken vorkamen. Die vielen aufeinander gefügten Kalksandsteine der Stützmauern in den Rebbergen waren eine gute Heimstätte für diese Tiere. Es gibt auch noch die Geschichte, dass die Bewohner in einer großen Notzeit die kleinen Kriechtiere sammelten und dann verspeisten. Obwohl die Chinesen die Schnecke bereits vor 3000 Jahren als Delikatesse schätzten, galt das Verspeisen der Schnecken früher in unserem Land als etwas Erniedrigendes. Die Bezeichnung „Schneck“ wurde zum Schmähwort.

Heute sind die Bürger der Gemeinde stolz auf diesen Namen. Aus der einst recht armen Gemeinde hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein schmuckes und beliebtes Dorf entwickelt und die Bezeichnung "Schneck" wurde zu einem Ehrennamen. Nicht zuletzt hat auch das Schnecke-Fescht sehr zum Ansehen der Gemeinde beigetragen. 2013 wurde das Schnecke-Fescht in einem Wettbewerb der "Welt am Sonntag" zum drittbeliebtesten Weinfest des Jahres gewählt.

Gemeinde Pfaffenweiler

  • Bürgermeisteramt Pfaffenweiler
  • Rathausgasse 4
  • 79292 Pfaffenweiler
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