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Für eine Gemeinde von der Größe Pfaffenweilers war es ein eher ungewöhnlicher Schritt, mit der Stadt Jasper im Süden Indianas 1985 eine Partnerschaft einzugehen. Die Gründe für diese Entscheidung und die sehr gute Entwickelung der Partnerschaft liegen in der beide Orte eng verbindenden gemeinsamen Geschichte.
Von den um 1850 zahlreich nach Nordamerika ausgewanderten Bewohnern Pfaffenweilers ließen sich weit über 200 Personen auf Dauer in der noch kleinen Siedlung Jasper nieder. Ein Blick in die Telefonbücher beider Gemeinden fördert erstaunliche Namensgleichheiten zu Tage: hier wie dort finden sich die traditionellen Namen Eckerle, Eckert, Gutgsell, Kiefer, Scherle u.s.w. Der aus Pfaffenweiler verschwundene Familienname Stenftenagel lebt bis heute in Jasper fort.
Im Rahmen partnerschaftlicher Begegnungen sind zahlreiche Freundschaften entstanden. Tragende Säulen der Beziehung sind der regelmäßige Schüleraustausch zwischen dem Faustgymnasium Staufen und der Jasper Highschool, Praktika und Studienaufenthalte von Junghandwerkern und Schülern.
Die offiziellen Besuche und Gegenbesuche finden mehr als eine Ergänzung in den häufigen Reisen von Privatpersonen, denen ein Aufenthalt im jeweiligen Partnerort selbstverständlich geworden ist.
Die Pfaffenweiler Amerika-Auswanderungen wurden 1995/96 unter Mitwirkung zahlreicher Bürgerinnen und Bürger im Fernsehfilm "Verbannt ins Paradies" dargestellt.
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