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Seit Bestehen der Siedlung war Weinbau die Grundlage dörflichen Wirtschaftens. Mit ihm waren nahezu sämtliche Einwohner des Dorfes befasst. Die wechselhaften Erträge der Weinberge bestimmten die Lebensqualität. Die das Dorf umgebenden Rebberge prägen bis in die Gegenwart das Bild der Landschaft.
Als Besonderheit wurde Jahrhunderte hindurch wertvoller Stein abgebaut und verarbeitet. Etwa 10 Steinbrüche im Waldrand oberhalb des Ortsteils Pfaffenweiler lieferten den begehrten Kalksandstein, mit dem man die gesamte Region belieferte. Zahlreiche Werkstätten verarbeiteten das Rohmaterial vor Ort zu Bauteilen, Grenzsteinen und nicht zuletzt zu Grabsteinen und Flurkreuzen. Der "Pfaffenweiler Stein" wurde wegen seiner Dichte und Formbarkeit häufig von Künstlern verwendet und fand in zahlreichen Profanbauten und Kirchen Verwendung.
Der gut erhaltene alte Hausbestand des Dorfes liefert zahlreiche Hinweise zur Geschichte der Gemeinde. Hauszeichen und Berufswappen erinnern an alte Strukturen der Bevölkerung, an nicht mehr gebräuchliche Handwerke und Berufe. An Jahreszahlen lassen sich vergangene Blütezeiten ablesen, Initialen verweisen auf frühere Bewohner.
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